Entschließungsantrag zu Sprachdeprivation im Hessischen Landtag

Entschließungsantrag zu Sprachdeprivation im Hessischen Landtag
Dirk Bamberger (CDU) entschuldigt sich für die systematische Sprachdeprivation

Am 20. Mai 2026 wurde im Hessischen Landtag ein Entschließungsantrag behandelt, in dem das Parlament mit Bedauern feststellt, dass die einseitige Orientierung an lautsprachlicher Förderung bei gehörlosen und früh schwerhörigen Menschen zu Sprachdeprivation geführt hat. Diese Sprachdeprivation hat tiefgreifende kognitive, emotionale und soziale Folgen für die Betroffenen. Der Antrag enthält darüber hinaus Aussagen zur künftigen Förderung und benennt konkrete Verbesserungsbedarfe, etwa beim Neugeborenen-Hörscreening, bei der Bereitstellung eines vollwertigen Sprachzugangs in Deutscher Gebärdensprache (DGS) sowie beim regelmäßigen Austausch mit Betroffenenverbänden. Im weiteren Verfahren wird der Entschließungsantrag nun zunächst im zuständigen Ausschuss beraten und anschließend dem Landtag zur Abstimmung vorgelegt.